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Peru zieht Schullehrplan mit „Gender-Ideologie“ nach Eltern-Protesten zurück

In Peru haben sich Eltern erfolgreich gegen die „Gender-Ideologie“ im nationalen Schullehrplan gewehrt. Das peruanische Bildungsministerium beugte sich dem Wunsch der Eltern und zog den umstrittenen Lehrplan zurück.

Die peruanische Regierung zieht einen nationalen Schullehrplan aus dem Jahr 2016 zurück, der wegen seiner „Gender-Ideologie“ vielfach kritisiert wurde.

In einer Erklärung vom 24. November gab das peruanische Bildungsministerium bekannt, dass stattdessen eine 2009er-Version des nationalen Lehrplans wieder an die peruanischen Schulen zurückkehrt. Das alte Curriculum enthält nicht die in die 2016er-Version eingearbeiteten Konzepte der Gender-Ideologie. „The Nation Catholic Register“ berichtete.

Ein „Sieg für die Eltern“

Die Ankündigung wurde von einer Aktivisten-Gruppe mit dem Hashtag #ConMisHijosNoTeMetas („Finger weg von meinen Kindern“) als ein „Sieg für die Eltern“ gefeiert.

Im März 2017 organisierte die Gruppe Märsche in dem südamerikanischen Land. Mehr als 1,5 Millionen Menschen nahen daran teil. Sie demonstrieren gemeinsam gegen die Geschlechter-Ideologie.

Der nationale Grundschulen-Lehrplan für 2017 wurde Ende 2016 vom Bildungsministerium genehmigt, trotz Kritik von Eltern, Lehrern, der katholischen Kirche und mehreren christlichen Gruppen im Land.

Siehe auch: Die 45 Ziele des Kommunismus zur Errichtung der Weltherrschaft: Schulen, Medien, Kirche, TV, Kunst… kontrollieren – und die UN fördern

Die peruanische Bischofskonferenz hatte das Bildungsministerium kritisiert, weil es in das neue Curriculum „Konzepte aufgenommen hat, die nicht von der Verfassung ausgehen, sondern aus der sogenannten Gender-Ideologie stammen“. Papst Franziskus sagte, dass „die Geschlechter-Ideologie den Unterschied und die natürliche Gegenseitigkeit von Mann und Frau leugnet“, erklärten die Bischöfe.

Oberster Gerichtshof: Schulkinder dürfen nicht indoktrinieren werden

Im August entschied der Oberster Gerichtshof in Peru zugunsten einer Klage gegen das Bildungsministerium und argumentierte, dass der Lehrplan von 2016 ein Versuch sei, Schulkinder zu indoktrinieren.

Sergio Burga, ein Wissenschaftler des lateinamerikanischen Büros des Instituts für Bevölkerungsforschung, lobte die Entscheidung des Bildungsministeriums – das neue Curriculum zu verwerfen – in einer Stellungnahme: die Maßnahme sei „ein großer Sieg für Tausende von Eltern, die sich bei #ConMisHijosNoTeMetas engagieren“.

Burga schrieb, dass durch die Streichung des Lehrplans von 2016 aus den Schulen, „schädliche Ausdrücke eliminiert worden“ seien – wie: „Konstruiert Eure Identität“, „Geschlechtsidentität“ oder „Das Männliche oder Weibliche wird von Tag zu Tag neu konstruiert“.

Der neu eigesetzte Lehrplan aus 2009 wird nun von Anwälten und Eltern überprüft. Der „Kampf zur Verteidigung der Familie geht weiter“, so Burga. (so)

Quelle