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Im No-Go-Bezirk Seine-Saint-Denis wird keine Post mehr zugestellt

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Straßenbild in Seine Saint Denis (Foto: Durch Jacky D/Shuttertock)

Paris – Ab sofort liefert der Postzusteller Chronopost im gesamten Vorort Seine-Saint-Denis wegen der Migrantengewalt keine Post mehr aus. „Die Gefahr von Angriffen ist für die Auslieferer zu groß“, berichtet der Franceinfo.

Von Bianca Hoekstra

Bisher galten bei Chronopost, einer Tochtergesellschaft von La Poste, die zu 73,3 Prozent dem französischen Staat gehört, nur einzelne Straßen als Gefahrenbereiche, so genannte „No-Go Areas“. Mit der Einstellung der Lieferung in Seine-Saint-Denis, ist jetzt erstmalig ein ganzer Vorort als Gefahrenbereich ausgeschrieben worden. Postkunden müssen ihre Briefe und Pakete in Zukunft selbst an der Poststelle abholen.

Im letzten Jahr wurden 51 Fahrer bei der Auslieferung von Migranten attackiert. Gleichzeitig stieg die Zahl der gewalttägigen Überfälle allein in den letzten zwei Jahren um 40 Prozent, in ganz Frankreich sogar um 60 Prozent.

„Es ist völlig unnormal, dass ein Teil der Stadt, der so klein ist, nicht länger beliefert wird, obwohl Postzustellung eigentlich eine öffentliche Dienstleistung ist. Das Verschwinden öffentlicher Dienstleistungen führt zu noch weniger Sicherheit“, empört sich der kommunistische Bürgermeister des Bezirks Laurent Russie.

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Postzusteller sind nicht die einzigen Opfer, die in den unruhigen Pariser Vororten in jüngster Vergangenheit angegriffen wurden. Anfang dieses Jahres wurde die Polizei während Aufständen in der Gegend attackiert, nachdem Anschuldigungen vorgebracht worden waren, dass Polizisten einen Mann mit einem Schlagstock sexuell missbraucht hätten.

Im Juli wurden bei einem Besuch von US-Präsidenten Donald Trump, der an den jährlichen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag teilnahm, rund 900 Autos angezündet und Polizisten angegriffen.

Seine-Saint-Denis gilt als Ort des radikalen Islamismus und ist mit islamistischem Terrorismus eng verbunden. In der vergangnene Woche räumte der französische Präsident Emmanuel Macron ein, daß die Pariser Vorstädte zu Oasen für Islamismus geworden seien und gelobte, das Problem anzugehen.

„Die Radikalisierung hat sich durchgesetzt, weil die französische Republik aufgegeben hat“, sagte Macron und fügte hinzu, „wir haben in zu vielen Städten und Bezirken Repräsentanten einer verzerrten Religion, die voller Hass sind und unsere Gesetze nicht anerkennen.“

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