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linke Hetze gegen rechte Kollegen

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Der Antaios-Verlag, „das publizistische Netzwerk der Neuen Rechten“, kommt auf die Frankfurter Buchmesse. Nach vergeblichen Boykottforderungen durch staatlich versorgte Professoren und andere Saubermänner stellt die Messeleitung nun der Amadeu-Antonio-Stiftung einen Stand zur Verfügung, um von linker Seite gegen den ungeliebten Verlag „Flagge zu zeigen“.

In diesem Jahr ist der Antaios-Verlag, 2000 von Götz Kubitschek gegründet, erneut mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Das scheint das kuschelige Zusammensein der „Guten und Anständigen“ mächtig zu stören.

„Wir erwarten eine Positionierung gegen Rassismus und Nationalismus jeder Couleur“

Aus diesem Grund wandte sich der „Arbeitskreis Buchmesse gegen Rechts“ in einem offenen Brief an die  Leitung der Frankfurter Buchmesse. Die bislang 190 Unterzeichner – ein Sammelsurium von Personen mit akademischen Titeln – mehrheitlich Geldempfänger staatlicher Universitäten und anderweitig tätige Anti-Rassismus-Kämpfer- forderten die „Absage aller antidemokratischen und rassistischen  Veranstaltungen auf der Buchmesse und erwarten eine Positionierung gegen Rassismus und Nationalismus jeder Couleur“.

Denn Neuerscheinungen und Autoren des Antaios-Verlags wie Bücher von Akif Pirinçci, Mario Müller und Martin Sellner seien Kernstück der aktuellen Verlagsliste. Sie eine die „Prognose des Untergangs der „deutschen Kultur“ oder – gar „der Deutschen“ – und der Glaube an die Notwendigkeit des Widerstands dagegen“. Das spreche ja schon mal für sich, so die Position derer, die seit langer Zeit glauben das Recht gepachtet zu haben, Andersdenkenden Vorschriften in allen erdenklichen Bereichen des Lebens machen zu dürfen.

„Aktiven Umgang“ mit den Inhalten angekündigt

Die Buchmesse-GmbH, der Veranstalter der Frankfurter Buchmesse, hat auf die Forderungen bereits reagiert, freuen sich nicht nur die Unterzeichner der „AG gegen Rechts“, sondern auch die ehemalige SPD-Postille, die Frankfurter Rundschau (FR). Nachdem bekannt geworden war, dass der neurechte Antaios-Verlag in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse präsent sein wird, habe der Veranstalter einen „aktiven Umgang“ mit dessen Inhalten angekündigt“.

Diesen „aktive Umgang“ lässt die Buchmesse-GmbH durch die links- bis linksextremistische Amadeu-Antonio-Stiftung erledigen, die sie auf einem Sand in unmittelbarer Nähe zum Antaios-Verlag platziert. Die Stiftung sei von der Buchmesse-GmbH eingeladen worden, nachdem man bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit ihr gemacht habe, so die Buchmessen-Sprecherin Katja Böhne laut der FR. Die Zensur-Klitsche von Heiko Maas, die Amadeu-Antonio-Stiftung- verfüge über die „richtigen pädagogischen Konzepte“, um rechtspopulistischen Inhalten zu begegnen. „Unser Konzept ist, erst mal für alle ansprechbar zu sein, die der Auftritt von Antaios irritiert“, so dann auch gleich der Literatur- und Religionswissenschaftler Robert Lüdecke, seit 2011 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Sprachrohr angestellt und zuvor bei einem nicht näher bekannten, deutschen Sozialen Netzwerk für die Bearbeitung des Themenfelds Rechtsextremismus zuständig.

Williger Bückling der Messeleitung auch ohne „Verhinderungsaufforderung des AG Buchmesse gegen Rechts“

Götz Kubitschek, Chef des bekämpften Antaios-Verlags, äußerte sich nach dem Auftauchen des „offenen Briefes“ und teilt mit, dass Antaios in Halle 3.1, G82  einen 12 Quadratmeter großen Messe-Eckstand geplant, bezahlt und bereits gestaltet habe. Außerdem habe der Verlag vier Veranstaltungen im Rahmen des Forums „Bildung und Wissenschaft“ (Halle 4.1) angemeldet und mindestens einen Umtrunk am Stand Messesamstag geplant, an dem folgende Autoren Martin Lichtmesz, Caroline Sommerfeld, Ellen Kositza, Erik Lehnert, Mario Müller, Martin Sellner, Thor v. Waldstein, Akif Pirincci und Wiggo Mann anwesend sein werden.

Die Messeleitung habe auch ohne die „Verhinderungsaufforderung der Arbeitskreis Buchmesse gegen Rechts“ – Bürger einen wenig kreativen Bückling vor der „Zivilgesellschaft“ gemacht – so Kubitschek – der die Prognose wagt, dass es in fünf Jahren das wohl Uncoolste sein wird, dieser anzugehören. „Man hat einen Verleger schräg gegenüber überredet, der hat seinen Stand verlegt – nun darf die Amadeu Antonio Stiftung dort einziehen und muss (unseren Informationen nach) noch nicht einmal etwas dafür bezahlen“.

Mit Staatsgeldern eingefettete Stiftung, deren Hauptbeschäftigung das Ruinieren beruflicher Biographien Andersdenkender ist

Kubitschek fragt sich hierbei, ob mit dieser Gegenüberstellung so etwas wie ein Gleichgewicht in Halle 3.1 hergestellt werden soll. „Das könnte die Idee hinter diesem Plan sein, indes: Hergestellt wird nichts außer einem denunziatorischen Gefälle. Hier ein zu hundert Prozent unabhängiger Verlag, der vor Selbstbewusstsein strotzt, ein ausgewachsenes Programm vorlegen kann und jeden müden Euro selbst erwirtschaftet, dort eine mit Staatsgeldern eingefettete Stiftung, deren Hauptbeschäftigung das Ruinieren beruflicher Biographien Andersdenkender ist – fußend auf der Expertise Anetta Kahanes, deren Kenntnisse auf diesem Feld sich unter anderem aus ihrer Tätigkeit als Stasi-IM speisen“.

Kubitscheks zweite Prognose: „Es wird einen Stand in Gang G geben, dessen Personal fünf lange Messetage lang nicht viel Freude beim Blick nach schräg gegenüber haben dürfte, und das wird nicht unser Stand sein. Denn uns würde es ganz und gar nichts ausmachen, gutgelaunte Rechtsintellektuelle bei ihrer Arbeit betrachten zu können“.

Kurzum, so der Chef des geschmähten Verlages: Mit der Ausladung wird es also nichts werden. Und es komme noch besser für die „anonymen Feinde der offenen Gesellschaft“, deren Anonymität der Antaios Verlag gerade knacke, um sie wegen Verleumdung anzuzeigen, mit dem Versprechen: „Wir zeigen nur an, wenn wir todsicher gewinnen“. Kubitschek kündigt  die Versendung von 40.000 Exemplaren des Herbstprospektes inklusive Einladung zur Buchmesse und zum Besuch des Antaios Standes an die  Kernleserschaft an und freut sich auf Gespräche mit Akif Pirincci, Caroline Sommerfeld und Martin Lichtmesz ebenso wie über die Vorstellung des Identitären Pakets bei Antaios mit Mario Müller und Martin Sellner.

„Wir sind da, wir sind viele, wir sind interessanter als alles, was sich sonst so „tut“ und wir haben gute Laune“

„Ich glaube, dass diese anonymen, besorgten Bürger, diese intellektuelle Blase aus wissenschaftlich abgehalfterten Professor_innen, selbstreferentiellen Medienmenschen und einfallslosen „breiten Bündnissen“ eines noch immer nicht kapiert haben: Wir sind da, wir sind viele, wir sind interessanter als alles, was sich sonst so „tut“, wir haben gute Laune“, so Kubitschek abschließen und kündigt an, zwei druckfrisch Bücher nach Frankfurt mitzubringen, die wie die Faust aufs Auge zum Auftritt dieser verängstigten Kaninchen passen: Mit Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld ergründen, wir wir doch irgendwie Mit Linken leben können und Erik Lehnert und Wiggo Mann sortieren die fröhliche Rechte nach neun Typen.

Quelle


„Rassismus“

§Der Begriff „Rassismus“ ist merkwürdig. Besonders merkwürdig finde ich, dass diejenigen, die der gleichen Volksgruppe oder Rasse angehören wie jene, denen sie Rassismus vorwerfen, selbst Rassisten sein müssen. Denn Rassismus ist doch die Feststellung von Unterschieden zwischen einer Gruppe von Menschen zu einer anderen Gruppe von Menschen in Zusammenhang mit einer Bewertung in „höherwertig“ und „minderwertig“.

Wer Unterschiede feststellt zwischen Gruppen von Menschen ist Rassist im negativem Sinne. Wer also seiner eigenen Gruppe Rassismus vorwirft, ist demnach Rassist gegen seine eigene Gruppe, denn er versucht sie mit dem Begriff des Rassismus zu negativieren und macht sie somit minderwertig.§


FINIS GERMANIA

Der Kulturhistoriker Rolf Peter Sieferle nahm sich im September 2016 das Leben. Seine nachgelassenen Gedanken über die sprichwörtliche Lage der Nation sind Teil seines Vermächtnisses: sie erscheinen als 50. Band der reihe kaplaken.

In den 30 Miszellen, die diesen Band bilden, beschreibt Sieferle die Situation, in der sich die Deutschen befinden: vom »Deutschen Sonderweg« und der »Siegerperspektive« über »Politiker und Intellektuelle« bis zur »Logik des Antifaschismus« – Sieferle bringt eine kaum zu widerlegende Ausweglosigkeit zur Sprache, die aus konservativer Sicht verheerende Gemengelage aus demographischer und kultureller Schwäche, Schuldkult und geistiger Okkupation, mangelndem Widerstandsmut und Selbstverachtung. Es sieht nicht gut aus für uns.

Das Buch ist ein bemerkenswertes Vermächtnis, das den Verlust des Denkers Sieferle unterstreicht.

Platz 6 in der Spiegel-Bestsellerliste, Platz 9 bei „Sachbücher des Monats“ von Süddeutscher Zeitung und NDR!


Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung

In der Migrationskrise offenbaren sich nicht nur die Schwächen und das Scheitern des permissiven Staates, sondern auch die grassierenden Verständnis- und Erklärungsnöte der Öffentlichkeit.

Während der deutsche Staat in seiner Führung handlungsunfähig erscheint, fehlt es dem medialen Establishment an krisenfesten Begriffen: der Einbruch der Wirklichkeit wird mit bundesrepublikanischen Wohlfahrtsideen und One-World-Phantasien quittiert: Wohlstand für alle, Grenzen für niemand. Dabei übersieht man die Fragilität eines Gemeinwesens, das durch den Sozialstaat getragen wird.

Es fußt auf Solidarität und Vertrauen Werte, die in einem Land mit ungeregelter Einwanderung gefährdet sind. Der Sozialstaat und seine Segnungen lassen sich nicht ins Unendliche expandieren. Denn im Globalisierungsstrudel, in dem die Ansprüche universal werden und jeder Ort erreichbar scheint, wird das Wohlfahrtsversprechen zu einem Anachronismus, dessen Verheißungen für die meisten Migranten uneinlösbar sind.

Die Unvereinbarkeit von Masseneinwanderung und Sozialstaat verdeutlicht der im September 2016 verstorbene Historiker Rolf Peter Sieferle in seiner letzten Studie. Sie ist Aufklärung, weil sie die Irreführungen einer »emphatischen Politik« entlarvt. Die Sentimentalisierung der »Flüchtlings«-Debatte kontert der Autor mit ebenso nüchternem Blick wie die Narrenfeuer der Medien. Rolf Peter Sieferle widerspricht der Akklamation, die an die Stelle der Kritik getreten ist und überwindet die Sprachverbote der »offenen« Gesellschaft.