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„Allein zu Haus“

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Von MAX THOMA  | Ein Wort mit x – BundesinnenministXer – denn ohne Herrmann fahr’n wir nach Berlin. Noch einen Tag vor der Wahl zeigte sich CSU-Spitzenintrigant Herrmann „optimistisch bei der Wohnungssuche in Berlin“. Und „um’s Verrecken“ hätte es auch beinahe geklappt. Innenminister Joachim Herrmann wird Innenminister bleiben. In Bayern. Wahrscheinlich ist das aber eher nicht.

PI-NEWS schrieb bereits vor 4 Monaten über einen möglichen Rücktritt und die Entmachtung des langgedienten CSU-Granden Herrmann in absehbarer Zeit aufgrund seiner zahlreichen Behördenversagen und seiner subjektiven kriminellen Energie, die er bei den vielen Rechtsbrüchen gegen die AfD an den Tag legte. Im Juni 2017 war dies fast noch so utopisch wie die Wahnvorstellung, Angela Merkel könne mit Frauke Petry neun Kinder in der Uckermark groß ziehen …

Doch der erdrutschartige Erfolg der neuen Volkspartei AfD, insbesondere im ohnehin weiß-blauen Bayern, hat alle tradierten Sichtweisen und Dystopien Lügen gestraft – mit dem souveränen Lächeln des Gewinners. Am Wahlabend war Joachim Herrmann nicht mehr der lausige Loser, er wurde vor 10,59 Millionen ZDF-Zuschauer der „Berliner Runde“ zum fratzenhaften CSU-Polit-Clown degradiert. Und in Berlin geht’s langsam rund – nur ohne ihn: Herrmann Out – Bystron In.

Der lustigste Polit-Darwin-Award aller Zeiten geht an … Joachim Herrmann!

Was ist schief gelaufen beim CSU-Spitzenversager Nr. 1? „CSU-Spitzelkandidat“ Joachim Herrmann war auf Platz 1 der CSU-Landesliste todessicher gesetzt für den Einzug ins fröhliche Jamaica-Kabinett und sollte dort als „seriös-wirkender“ Seehofer-Sheriff für Zucht und Ordnung im zu bunten Mutti-Kulti-La-La-Land sorgen. Herrmann, der absolut siegessicher auf einen Direkt-Wahlkreis verzichtete, scheiterte nach endgültigen amtlichen Angaben daran, dass die CSU-Landesliste angesichts des christlich-sozialen Urnen-Armageddons hinfällig wurde.

Die CSU erlitt in Bayern ein historisches Debakel und verlor 11 Prozent. Sie sicherte sich zwar die Direktmandate in allen Wahlkreisen, erreichte aber nur 38,8 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD erreichte im sozenfeindlichen Bayern ebenfalls unfassbare 15 Prozent.

Verzockt: Bystron Mega-IN – Herrmann Giga-OUT.

 „Schuld“ daran ist das unerwartet brachiale Abschneiden von Petr Bystrons Bayern-AfD mit von den CSU-Strategen niemals für möglich gehaltenen 12,4 Prozent. Die CSU wurde so zum Opfer ihrer eigenen auto-suggestiven Wahlmanipulationen. Denn noch vor genau vier Wochen verkündete das GMS-Marktforschungsinstitut stolz auf Sat.1: 48% CSU, 6% AfD – die AfD befände sich in Bayern „im freien Fall“. Im Moment befindet sich jedoch Obertrickser Herrmann im Selbigen – Knall auf Fall!

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Noch vor vier Wochen verkündete das GMS-Marktforschungsinstitut auf SAT.1: „FDP stark wie nie (9%) – AfD steigt ab (6%).

Der CSU-Trick 2017 mit Selbstüberlistung – das schräge Pfeifen im Walde

Die Umfrage wurde übrigens von Sat.1 an die GMS-Demoskopen in Auftrag gegeben, die sonst auf Steuerzahlerkosten vorrangig für die Bayerische Landesregierung, die CSU und die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung „forschen“ (PI-NEWS berichtete). Sie sollte beim Wähler den Eindruck erwecken, dass jede Stimme für die „Alternative für Deutschland“ eine verlorene Zweitstimme sei. Mit verlorenen Zweitstimmen kennt sich Joachim Herrmann nun bis ans Lebensende aus!

Die fiese Fälschungs-Finte wurde zum fatalen CSU-Bumerang, zur Selbst-Mördergrube für den betrogenen Betrüger. Bereits im Vorfeld der Wahl versuchte Obersheriff Herrmann immer wieder mit allen illegalen Tricks des Stasi-Zersetzungs-Handbuchs, seinen Gegenspieler Petr Bystron persönlich „kampfunfähig“ zu schießen. Mal mit kruden Anschuldigungen des Herrmann-eigenen Verfassungsschutzes, mal mit Nacht-und-Nebel-Hausdurchsuchungen im Morgengrauen, oder einfach durch großzügige Finanzierung der Münchener Antifa durch die örtliche CSU, die mehrfach gezielte Anschläge auf das Fahrzeug des AfD-Landesvorsitzenden durchführte und ihn und seine Familie in alter SA-Tradition auch körperlich angriff.

Dumm gelaufen, Fozzie Bär – frotzeln jetzt die Bayern!

Dumm nur, dass all diese verfassungswidrigen und strafbewehrt-bewährten Agitationen aus dem CSU-Intriganten-Stadl immer wieder ans Tageslicht kamen. Niemand dachte, dass Handlungen mit derart hoher krimineller Energie seitens einer Staatspartei im ehemaligen libertären Freistaat Bayern möglich sind.

Bystron floh mit seinen Eltern 1987 aus der Tschechoslowakei vor der Verfolgung der roten Kommunismus-Kommissare und erlebte im dreckigen Seehofer-Herrmann-Regime erst recht sein schwarzes Wunder. IM Herrmann und seine Spitzel-Schergen vom CSU-Verfassungsschutz durften hingegen am Wahlsonntag ihr Blaues Wunder erleben! Denn Wahltag war Zahltag für Herrmann.

DER schwarze Tag im Leben des schwarzen Sheriffs – und kein Horst der Zuflucht da

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik wurde ein Bundestags-Spitzenkandidat so hämevoll vom Wähler UND aus den eigenen Reihen zugleich abgestraft: Am Wahlabend herrschte ob des AfD-Ergebnisses und der eigenen Verluste Katastrophenstimmung in der CSU, am hilflosesten von allen war Joachim Herrmann. Der Spitzenverlierer wurde in Berlin kalt erwischt vom 38-Prozent-Desaster. Noch Minuten vorher hatten beflissene CSU-Wahlkampfmanager wortreich erklärt, eine Zahl unter 45 könne niemals zutreffen, siehe oben! Herrmann wusste nicht, was er jetzt den wartenden Fernsehsendern sagen soll. Er suchte Rat bei seinem Parteichef in München – aber Horst Seehofer geht nicht ans Handy. Er ist wie immer bei historischen Entscheidungen bei seiner Spielzeugeisenbahn im Ingolstädter Altmühltal. Es wird 18:30, 19 Uhr, 20 Uhr: Herrmann bittet flehentlich um Rückruf seines „Horsts der Zuflucht“. Seehofer hat keine Zeit, er muss „Weichen stellen“, wie im September 2015 bei der millionenfach illegalen Grenzöffnung durch die Raute des Todes. Herrmann bekommt nun aus der Parteizentrale in München eine Sprachregelung und darf sogar noch vor die Kameras. Man habe „Rot-Rot-Grün verhindert“, sagt er schuldstolz, als hätte das noch in irgendeiner Form in den letzten Wochen zur Debatte gestanden. Schließlich platzt dem CSU-Fozziebär der Kragen: „Die Hälfte der Sendezeit beschäftigt sich jetzt schon wieder nur mit der AfD.“ Er warf den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern vor, dabei geholfen zu haben, ausgerechnet die Partei seines Karriere-Schlusssteins in den vergangenen Wochen erst richtig groß gemacht zu haben. Er wolle sich lieber „um die Zukunftsprobleme dieses Landes kümmern“. Genauso wie den Mainstream-Medien fällt nun Herrmann seine durchtriebene AfD-Hexenjagd auf die Plattfüße.

Größter CSU-Wahlverlust seit 60 Jahren – Idiotensicherer Listenplatz Nummer Eins

Wie schlimm seine persönliche Blamage ausfällt, erfährt er erst in den frühen Morgenstunden am „Day After“ der größten Wahlniederlage der CSU seit 60 Jahren! Er hat sogar persönlich ein idiotensicher geglaubtes Nr.1-Listenmandat verpasst. Die CSU bekommt keinen einzigen Listenabgeordneten, AfD wirkt. Für die sicher geglaubte CSU-Strategie, in der Merkel-IV-Koalition den dubiosen „Bayernplan“ (hauptsächlich von der AfD abgeschrieben) durchzusetzen und den nächsten Bundesinnenminister zu stellen, ist das der absolute Super-Gau! „Es ist jetzt nicht die Frage, was aus mir wird“, sagt er in die laufenden Kameras. „Was in Berlin wird, wird sich zeigen.“ Das allerdings wohl nicht mehr in diesem Jahr, und auch nicht mehr in den nächsten 100 Jahren. Auch über den zweiten Strategiepunkt „Außenminister zu Guttenberg“ wird Grabesruhe gehüllt.

Dreck am Stecken – Herrmanns Blattschuss ging nach hinten los

Spitzenintrigant Joachim Herrmann hatte einfach zu viel Dreck am Stecken, als er versuchte, die gestandenen bürgerlich-konservativen Bayern schlichtweg zu verarschen. Vielleicht bekommt er „Artenschutz“ noch bis zur Landtagswahl in Bayern 2018, aber eher nicht – sie haben keinen anderen. Als Minister ohne Bundestagsmandat „nach Berlin zu gehen“ ist bei einer waidwund angeschossenen CSU völlig ausgeschlossen, das weiß Hermann selbst: Nach alter CSU-Regel muss ein krankes Alpha-Tier von der Herde getrennt werden. Das war bei Streibl so, das war bei Stoiber so, das war bei Beckstein so, das ist bei Herrmann so. Das eigentlich recht patente und sympathische Brutus-Duo Huber-Beckstein wurde sogar bei 43% CSU-Ergebnis aus dem fahrenden „Transrapid“ gestoßen. Angesichts blutiger 38% ziehen nun fränkische Geier ihre Kreise über dem politischen Aas. Im Zuge des damoklitischen Söder-Sogs werden erste Rücktrittsforderungen für das Komplettversager-Duo Herrmann-Seehofer aus dem bayerischen Norden immer wahrnehmbarer. Am 18./19. November ist CSU-Parteitag in München. Dann heisst es: „Herrmann allein zuhaus“ oder auf gut-bayerisch: „A scheene Leich!“

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