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Der Vorabend des Krieges

»Niemand hätte in den letzten Jahren des 19ten Jahrhunderts geglaubt, dass die Angelegenheiten der Menschen aus den zeitlosen Welten des Alls beobachtet werden. Niemand hätte sich träumen lassen, dass wir erforscht werden, wie jemand mit einem Mikroskop Kreaturen studiert, welche in einem Tropfen Wasser wimmeln und sich vermehren. Nur wenige Menschen zogen überhaupt Leben auf anderen Planeten in Betracht und doch, jenseits der Kluft des Alls, betrachteten uns unmessbar überlegene Geister diese Erde mit neidvollen Augen und langsam aber sicher, zeichneten sie ihre Pläne gegen uns.«

So beginnt die musikalische Interpretation vom “Krieg der Welten“, einer Science-Fiction-Geschichte, geschrieben im Jahr 1897 von dem bekannten englischen Romanschriftsteller H. G. Wells. Es ist der Vorabend des Krieges und die vom Mars ausgehenden hellgrünen Lichter werden zwar von der Erde aus gesehen, doch niemand nimmt sie wirklich ernst:

»Die Chancen, dass irgendwas vom Mars zu uns kommt, stehen eine Million zu eins.«

 

Selbst als die ersten Geschosse auf der Erde landen, gehen die Menschen ihrem täglichen Ablauf nach und machen sich keine nennenswerten Sorgen um die mögliche Bedrohung – bis sich der erste Zylinder öffnet und die “Marsianer“ beginnen, mit ihrem “Hitzestrahl“ die anwesenden Schaulustigen zu frittieren.

Die negierte Gefahrenwahrnehmung, insbesondere in der Presselandschaft, ist auch heute Teil einer ver-rückten Wirklichkeit, denn was nicht berichtet wird, ist bekanntlich auch nicht geschehen. Doch langsam aber offensichtlich scheint sich in der hiesigen Medienlandschaft ansatzweise etwas zu bewegen.

Auch wenn es recht mühsam ist, entsprechende Veränderungen zu sehen, so kamen führende LeiDmedien im deutschsprachigen Raum unlängst (wohl in Ermangelung von “Nachrichten“) nicht umhin, über relevante Themen zu berichten. Insbesondere der Focus tut sich diesbezüglich ein Stück weit hervor – hier einige Schlagzeilen der letzten Tage:

So einfach kommt man in Deutschland mit einem falschen Pass durch (späte Erkenntnis, aber immerhin)

Bonner Siegaue: Mutmaßlicher Vergewaltiger soll in Heimat Schwager getötet haben (Intensivtäter, kann wegen Todesstrafe jetzt vermutlich nicht abgeschoben werden?)

Deutsche Bahn: Linke Brandanschläge mit teuren Folgen (wo sind die Brandanschläge der “Rechten“?)

Anti-Terror-Poller: Nach Barcelona-Anschlag rüsten deutsche Städte auf (war “früher“ nicht nötig, Fehlleitung bezüglich der Ursache)

Lieferwagen mit Gasflaschen gefunden: Konzert in Rotterdam nach Terrorwarnung aus Spanien abgesagt (gewiss nur ein Einzelfall)

Immerhin, es werden Dinge zumindest thematisiert, auch wenn die richtigen Schlussfolgerungen letztlich (noch?) auf sich warten lassen. Offenbar ist der Druck in den Redaktionsstuben inzwischen erheblich, wie sonst lassen sich Meldungen erklären, welche sich offen und unverblümt gegen die beliebteste Kanzlerin aller Zeiten richten (noch dazu mitten im “Wahlkampf“):

Web.de: Angela Merkel will Schleppern Jobs verschaffen

Focus.de: Merkel nutzt Flieger von Bundeswehr und Polizei – doch zahlt nur Bruchteil der Kosten

Welt.de: Zuwanderung verunsichert die Deutschen wie kein anderes Thema

Ob es sich dabei nur um ein Strohfeuer handelt oder um den Beginn der Kanzlerinnendemontage wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen müssen. Dennoch ist derartige Kritik am LeiDmotiv der BRD-Politik eher neu und Angriffsfläche bietet Angela Merkel mehr als reichlich.

Bei der Gelegenheit stellt sich die Frage (nicht …): Warum werden diese Dinge nicht vom politischen Gegner aufgegriffen und zum eigenen Vorteil genutzt? Nun, diese Frage ist natürlich durchaus rhetorisch zu verstehen, hat doch niemand aus der Politkaste den Mumm, die Ursachen für die unzähligen Probleme in diesem Land wirklich zu nennen – auch nicht die AfD.

Doch Frau Merkel dürfte inzwischen sicher verstanden haben, dass sie keineswegs beim gesamten Volk ausdrückliche Zustimmung findet. Die Wahlkampfreise der Kanzlerin ist der reinste tägliche Spießrutenlauf, mit massiver Scharfschützenabsicherung und Polizeipräsenz bei lautstarken Anfeindungen und Buhrufen.

Dass im vergangenen Jahr satte 4,2 Milliarden Euronen aus Deutschland in Richtung der Heimatländer der so sehr geschätzten Migranten (vornehmlich Türken) abgeflossen sind und somit dem Wirtschaftskreislauf hierzulande verlustig wurden, sollte an sich alle Alarmglocken in Gang setzen – wird es aber vermutlich nicht.

Und so dümpelt die Staatssimulation BRD weiter im weitestgehend ruhigen Wasser vor sich hin und ignoriert dabei den enormen Sog, welcher das Boot bereits meilenweit vom Strand weggezogen hat. Die schon deutlich in Sichtweite heranrollende Flutwelle und die damit einhergehende flächendeckende Verwüstung wird weiterhin für eine Fata Morgana gehalten und ihr Grollen und Tosen von überflüssigem und nichtssagenden Phrasengedresche übertönt.

Wer klug ist, der macht sich in so einer Situation auf zu höheren Gefilden, wohl erkennend, dass er ansonsten in die höchsten Gefilde befördert wird. Die bundesdeutsche Politkaste spielt dagegen einfach weiter die jeweiligen Rollen im Illusionstheater. Klug ist dies nicht, besonders, da die offenkundige Selbstdemontage den Raum für etwas Neues öffnet und dieses Neue wird ordentlich Kärchern, um die Auswirkungen der unnatürlichen Fehlleitungen der vergangenen Jahrzehnte zu heilen.

Alles ist in Stellung gebracht. Die Märkte bewegen sich seit Monaten seitwärts, das Finanzsystem hängt am seidenen Faden, die Politkaste offenbart ihr vollständiges Versagen und die Uhr tickt unaufhaltsam und bar jeden Gewissens. Es ist der Vorabend des Krieges.

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