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Unternehmer berichtet RT über kriminelle Zustände in No-Go-Zonen

Schweden: Unternehmer berichtet RT über kriminelle Zustände in No-Go-Zonen

In Schweden werden die No-Go-Zonen als „besonders empfindliche Gebiete“ bezeichnet. Ihre Zahl musste bereits nach oben korrigiert werden. RT sprach mit Anwohnern über die Zustände in ihrer Umgebung. Malmö hat nun eine neue Polizeischule eröffnet.

Seit Jahrzehnten gibt es in Schweden Zuwanderung. Bereits der Jugoslawien-Krieg in den 1990ern bescherte dem skandinavischen Land Zuwachs, dann folgten Einwanderer aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und Somalia. Die Unterschiede zwischen den muslimisch geprägten Herkunftsländern und dem liberalen Schweden könnten größer nicht sein. Die Integration erwies sich als sichtbar schwierig. Ende 2015 änderte Schweden die Gesetze zum Grenzübertritt. Flüchtlinge müssen sich nun ausweisen können.

Bereits 61 Gegenden innerhalb Schwedens wurden von der dortigen nationalen Polizei in einem Bericht als so genannte empfindliche Gegenden identifiziert. Darunter gelten 23 als besonders empfindlich. Dies ist ein Zuwachs von 15 gegenüber dem Vorjahr. Diese Hot-Spots charakterisieren sich „durch ihren niedrigen sozial-ökonomischen Status, wo Kriminelle Einfluss auf die Gemeinschaft nehmen“, so die schwedische Polizei.
Es wird geschätzt, dass 5.000 Kriminelle in einem Netzwerk von 200 Gruppen in diesen Regionen agieren. Augenzeugen der Kriminalität fürchten sich oft vor Racheakten der Kriminellen und würden sich daher nicht der Polizei anvertrauen.

Salam Kurda, ein kurdischer Ladenbesitzer und Vorsitzender einer Geschäftsvereinigung, erklärt gegenüber RT:

Wenn man in dieser Gegend ein Geschäft führt, wollen Versicherungsfirmen dieses nicht versichern. Eine der Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Geschäftsmann ist Sicherheit, aber das Risiko ist heute sehr hoch. Wenn dein Leben auf dem Spiel steht, hilft kein Geld. Es gab viele Schießereien, sehr brutale Misshandlungen unserer Unternehmer, viele Diebstähle. Die Geschäftsleute haben sich entschlossen, ihre Arbeit in andere Gegenden zu verlegen.

Knapp 70 Prozent aller schwedischen Dschihad-Touristen kam aus den „besonders empfindlichen“ Gegenden

Die vergessenen Gegenden haben mehrheitlich eine Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund oder im Ausland geborener Einwohner – mit einer hohen Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den alteingesessenen Schweden. Diese Gegenden fungieren auch als ein Rückzugsort des Radikalismus und für islamistische Extremisten. Etwa 70 Prozent der Dschihad-Kämpfer, die Schweden verlassen hatten, um sich dem islamischen Staat anzuschließen, kamen aus diesen Gegenden. Kurda gab weiter seiner Frustration Ausdruck:

Diese Leute wurden von der Gesellschaft nicht umsorgt. Die Gemeinschaft muss die Jugend beschäftigen, es für sie erschweren, in problematische Situationen zu gelangen. Sie werden von Erwachsenen missbraucht. Sie verkaufen öffentlich Drogen. Sie tragen Waffen.

Ab 2019 soll eine neue Polizeischule in Malmö ihren Dienst aufnehmen und die Polizisten von morgen auf den Einsatz in den empfindlichen Gebieten vorbereiten. Die Kommunalrätin Katrin Stjernfeldt Jammeh:

Malmö braucht schnell mehr Polizisten.

Bis 2024 sollen 10.000 neue Polizisten eingestellt werden. Jammeh kämpfte lange um die Ausbildungseinrichtung in ihrer Stadt. Malmö ist bekannt für seine Bandenkriege und No-Go-Zonen. Die Schule soll die jungen Menschen für den Job bei der Polizei begeistern. Diejenigen, die in Malmö aufgewachsen seien, verstünden die Probleme der Stadt besser.

Regierung will sich Problem nicht eingestehen

Das Problem sieht der dänische TV-Moderator Jonas Christensen in den kulturellen Differenzen der Menschen, die nach Schweden kommen und nicht integrationswillig sind. Gegenüber RT sagte er:

Wir sehen dies besonders in europäischen Ländern, die viele Migranten aufgenommen haben. Wir sehen dies nicht in, zum Beispiel, Polen oder Ungarn. Aber in Deutschland, oder in dem Land in dem ich lebe: Dänemark. Auch wir haben No-Go-Zonen, zum Beispiel in Kopenhagen. Und auch in Schweden, besonders dort, wo es viele Migranten gibt.

In Schweden, fügte er hinzu, will die Regierung sich nicht eingestehen, dass es ein Problem gibt. Daher werde der Begriff No-Go-Zonen nicht verwendet. Zum ersten Mal tauchte der Begriff der No-Go-Zonen im Jahr 2014 durch den schwedischen Journalisten Per Gudmundson auf, nachdem die Polizei einen Bericht über 55 anfällige Gegenden veröffentlicht hatte. Internationale Aufmerksamkeit und eine vermehrte Berichterstattung fiel Schweden unfreiwillig zu, nachdem Donald Trump ausgerufen hatte: „Seht, was letzte Nacht in Schweden passierte!“ Bilder von brennenden Fahrzeugen bestimmten die internationale Presse aus einem Schweden, das man so nicht kannte.

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