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Eine Bankrotterklärung!

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Von MPig | Vor wenigen Tagen gab es mit dem Beitrag „Die Target2 – Sauerei“ hier schon eine anschauliche Erläuterung über die Funktion dieses Zahlungsverkehrssystems innerhalb der Euro-Zone. Kurz zusammengefasst läuft das Ganze so ab, dass ein Importeur in einem Land seine Rechnung für erhaltene Güter über seine Hausbank an seine jeweils zuständige Zentralbank überweist und diese meldet den Zahlungseingang der EZB, womit sie dieser gegenüber eine Verbindlichkeit eingeht.

Die EZB meldet diese Summe wiederum an die zuständige Zentralbank des Exporteurs der Waren, die dadurch eine Forderung gegenüber der EZB erhält und den Betrag an die Hausbank des Exporteurs der Waren auszahlt. Der eigentliche Kaufvorgang ist somit erstmal abgeschlossen.

Das Zahlungsverkehrssystem kann auch von Zentralbanken außerhalb der Euro-Zone genutzt werden, die Verbindlichkeiten gegenüber der EZB müssen hier aber am selben Tag beglichen werden. Der Saldo ist um Mitternacht immer auf NULL.

Ein wunderbares System?

So weit, so gut. Das klingt nach einem wunderbaren System, besonders für die Schuldner, denn die Verbindlichkeiten haben keine Fälligkeitsfrist und werden mit dem Hauptrefinanzierungssatz der EZB verzinst, der ja bekanntlich schon länger bei 0,00% liegt und dort wohl auch längerfristig bleiben soll. Kritiker dieses „Zahlungssystems“ behaupten, dass es sich hierbei um eine versteckte Staatsfinanzierung außerhalb aller Regeln handelt, das weisen alle Protagonisten dieses Systems natürlich entschieden von sich.

Seit vielen Jahren wird den Kritikern des EURO das Totschlagargument um die Ohren gehauen, dass Deutschland der größte Profiteur dieser Gemeinschaftswährung sei und unsere Wirtschaft längst am Boden läge, wenn wir 2002 nicht Teil des europäischen „Friedensprojektes“ der gemeinsamen Schulden geworden wären. Natürlich wird das mit nichts als emotionalem Geschwurbel unterlegt, und zugegeben, es ist nicht ganz einfach sich die betreffenden Zahlen zusammenzusuchen, aber für unsere professionelle, hauptamtliche Qualitätspresse sollte so eine Recherche doch noch machbar sein.

Der Profit geht an andere

Ich erhebe an diesem Punkt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Expertise, aber die Zahlen und Graphiken sprechen doch eine klare Sprache, und diese klingt mehr als düster. Ausgehend vom Jahr 2007, in dem im September unser Target2-Saldo bei etwa 50 Mrd. Euro lag, und vom Stand Juni 2017, wo ebendiese Forderungen auf mehr als 850 Mrd. Euro angewachsen sind, haben wir in den letzten zehn Jahren also netto die Differenz von 800 Mrd. Euro als zinslose „Konsumentenkredite“ für Qualitätsprodukte Made in Germany an unsere Friedenspartner ausgegeben. Im gleichen Zeitraum, und hier werden die Zahlenquellen sehr dünn, haben wir innerhalb dieser Gruppe einen Handelsbilanzüberschuss von kumuliert etwa 860 Mrd. Euro gegenüber ebendiesen Partnern erwirtschaftet. Da diese Beträge nahezu deckungsgleich sind, haben wir folglich für den wesentlichen Export unserer Güter in den Euroraum das dazu notwendige Kleingeld gleich mitgeliefert, und das zinslos und ohne zeitliche oder quantitative Begrenzung, denn all das ist in diesem großartigen „Zahlungsverkehrssystem“ Target2 nicht vorgesehen.

Die Vorsitzende der Regierung, die diese Zustände in den letzten zehn Jahren zugelassen hat, war immer wieder Angela Merkel mit ihrem Zahlendreher Wolfgang Schäuble, die uns mit lächerlichen Kleinstbeträgen für Griechenland Sand in die Augen gestreut haben. Sie und die Blockparteien des jetzigen Bundestages tragen für dieses Desaster die Verantwortung, allein die AfD kann ihre Hände in Unschuld waschen. Nichts ist gut in Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland. Das sind unsere Hauptschuldner im Target2-System und darüber hinaus in diversen Rettungsschirmen. Haften für die Zahlungsausfälle bei der Bundesbank und darüber hinaus wird letztlich der Deutsche Staat und damit der Steuerzahler, jeder Bürger ab Geburt mit einem Betrag von etwa 10.000 Euro nur für Target2. Wir haben uns den wirtschaftlichen Aufschwung selbst bezahlt, profitiert haben aber die anderen.

Quelle