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Wieder einmal vollständig in eigener Sache

Wieder einmal vollständig in eigener Sache:

Zunächst möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die mir in den letzten Tagen moralisch, finanziell oder in sonstiger Form Ihren Beistand gewährt haben. Die Tageskommentare / Pranger gibt es nun fast 13 Jahre, als ich damit angefangen habe, hätte mich die Aussicht auf das, was daraus geworden ist, ganz sicher überwältigt.

Der Weg war steinig, zeitweise mühsam, oft ging es bergauf, nur selten bergab. Ich entnehme den Zuschriften, daß ich für viele Menschen Teil ihres Lebens geworden bin. Ob nun als Hofnarr oder als Weltweiser – das ist weniger wichtig. Ich habe Freunde im Geiste gewonnen, das zählt. Da wird es nötig, hin und wieder die eigenen Depressionen zu zähmen, um Hoffnung in die Welt zu geben, daß die Zeiten schließlich doch besser werden.

Ich nehme an, viele von Ihnen wissen, daß heute mein 60. Geburtstag ist. So ein Termin wirkt unendlich fern, bis er schließlich unabwendbar eintritt. Ein runder Geburtstag, und der erste, den ich ohne meine Mutter feiern werde. Bei allem, was ich für diesen Tag befürchtet hatte – dies war nicht darunter gewesen.

Die einzige sichere Methode, das Altwerden zu vermeiden, ist jung zu sterben. Wie ich mich fühle? Körperlich durchaus wie 60, vielleicht sogar wie 80, geistig wohl eher wie 15. Es gibt Tage, da hängt mir die Politik zum Hals heraus. Da stöhne ich über die elektronische Post, die mich erreicht, in der nur wieder Meldungen stehen, die ich oft genug schon kenne. Einen Witz der Woche darunter zu finden, wäre eine wirkliche Erleichterung.

Bei der Obrigkeit bin ich so unheimlich beliebt geworden, daß sie die Kettenhunde der Justiz auf mich loslassen müssen. Ich hege zudem den Verdacht, daß der Denunziant aus Köln, der mich so hingebungsvoll verfolgt, auf der Lohnliste des Staates steht. Nun ja, ich sage mir, daß der wahre Held im Stillen seine Pflicht erfüllt, so wie ich meinen alten Soldateneid:

Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.

Ich habe diesen Eid 1976 geschworen, und ich kann mir höchstens vorwerfen, den Kampf nicht schon 1990 angefangen zu haben, als jene Bundesrepublik Deutschland begonnen hatte, sich aufzulösen. Ich bin leider kein Hellseher, das Land war bereits verkohlt und geschrödert, bevor ich angefangen habe, es zu verteidigen. Daß es seit zwölf Jahren ausgemerkelt wird, habe ich nicht abwenden können. Immerhin, ich bin ein verfolgter Dissident, der den Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes mit Leben erfüllt.

Ganz nebenbei: Der Staat hätte die Mittel mich ganz elegant zu vernichten, ihm fehlen nur die Ideen. Ein Bundesverdienstkreuz, ein bis zwei Literaturpreise – und ich wäre aus dem „Geschäft“, da vollkommen unglaubwürdig.

Warum ich das hier so offen schreibe? Weil ich nicht mehr glaube, daß der Merkelstaat noch zu Großem fähig ist. Am 24. September werde ich den Phasenzähler hochsetzen, weil Absurdistan dann den Weg in den Orwell-Staat beschreiten wird. Orwell, Gestapo, Stasi – das sind nicht die Zeichen eines mächtiger werdenden Staates, sondern Symptome der Verzweiflung, Beweise dafür, daß denen in Berlin die Kontrolle entgleitet.

Staatsanwälte und Richter, die auf mich gehetzt worden sind, werden keine Pensionen mehr erhalten. 1945 haben die Filbingers sich problemlos in die Demokratie gerettet. Da gab es das „ein Volk, ein Reich, ein Führer“, eine Einheit, ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Genau dieses hat der Merkelstaat gezielt zerstört.

Da gibt es ein „wir“ und ein „die“. Jene, die der Merkelstaat unterdrückt, und jene, die er gefördert hat. Menschen, die vor Überfremdung warnen und Bahnhofsklatscher. Eine Justiz, die Deutsche gnadenlos verfolgt und Ausländer grundlos verhätschelt. Schwer arbeitende Deutsche, die mit dem Mindestlohn abgespeist werden, denen die Altersarmut sicher ist, und Menschen, die sich hemmungslos die Taschen füllen, die nicht mehr wissen, was sie mit all dem Geld noch anfangen sollen.

Der letzte Akt zur Ausplünderung Deutschlands wurde mit dem „Diesel-Skandal“ eingeleitet. Die Arbeitsplätze in der Autoindustrie, das Ansehen des „Made in Germany“ – das Merkel-Regime hat nichts dafür getan, hat sich nirgendwo um Schadensbegrenzung bemüht. Auf der Ausgabenseite erscheinen immer mehr „Flüchtlinge“, drohen immer mehr Euro-Staaten mit ihrem Bankrott.

Bis zu den Wahlen wird alles gehalten werden, sonst müßte man die Ergebnisse zu massiv fälschen. Danach bedarf es der Gestapo, um die verarmende Bevölkerung zu unterdrücken. Es bedarf der Zensur, der Überwachung, der Denunzianten, um die Bevölkerung in Angst und Mißtrauen zu versetzen. Und es bedarf der Schläger der Antifa, der staatlich geförderten Merkeljugend, um per Straßenterror jene einzuschüchtern, die friedlich für ihre Freiheit eintreten wollen.

Ich erwarte nichts Gutes für die Zukunft. Wir sind gerade dabei, auf dem Weg zur Goldenen Zukunft die Dunkle Vergangenheit hinter uns zu lassen und in die Blutigen Katastrophen einzutreten. Es wird lange dauern, bis wir das Gold erreicht haben, und so mancher wird das nicht mehr erleben.

Eines ist jedoch sicher: Wer Ostaras Welt erreicht hat, wird dem Merkelstaat keine Träne nachweinen.

Quelle: Michael Winkler