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hat ein verdammtes Monster erschaffen«

Am 16. Juli 2017 veröffentlichte Greg Hunter von USAWatchdog.com ein neuerliches Gespräch mit dem Finanzanalysten und Trader Gregory Mannarino und dessen Beurteilung der aktuellen Situation an den Finanzmärkten ist durchaus als dramatisch zu begreifen.

Bezüglich der 180°-Halse der FED-Chefin Janet Yellen bei ihrer Anhörung vorm US-Kongress vergangene Woche, stellt Mannarino fest:

»Beim letzten FOMC-Treffen hat Janet Yellen praktisch auf den Tisch gehauen und sprach darüber, wie sie weiterhin die Zinsen anheben werden, dass sie beginnen werden ihre Bilanz herunterzufahren und dann macht sie eine absolute Kehrtwende! Ich saß da und schaute mir das in Echtzeit an. Meine Kinnlade fiel runter und in dem Moment, als ich dies hörte, fing ich an alles zu kaufen was ich konnte.«

Der Finanzanalyst hält es keineswegs für einen Zufall, dass die Aktienmärkte, wie auch die Immobilienmärkte, auf Rekordhochs stehen und zugleich das Zinsniveau, selbst nach den geringfügigen Erhöhungen des FED-Leitzinses seit vergangenen Dezember, nach wie vor nahe eines Rekordtiefs liegen.

»Die Federal Reserve hat ein verdammtes Monster erschaffen«, sagt Mannarino und geht davon aus, dass »diese Verwerfungen jetzt viel schlimmer werden«, da die FED-Chefin den Märkten grünes Licht gegeben habe, weiter und weiter zu steigen. »Es gibt nichts, was den Markt jetzt noch zurückhalten wird«, fügt er hinzu.

Der US-Dollar dagegen stehe unter erheblichem Druck, »er schmilzt dahin«, stellt Mannarino fest und »dies wird sich fortsetzen, soweit das Auge reicht«. Yellen habe versprochen, die Zinsen künstlich unten zu halten, was dazu führe, dass »keine Normalisierung für die FED-Bilanz in Sicht ist« und der Dollar werde seine Abwärtsbewegung fortsetzen, so der Marktprofi.

Weiter prognostiziert Mannarino, dass die Federal Reserve »den Bondmarkt hart im Griff behalten« müsse, denn wenn sie dies nicht tue, »werden wir eine Kernschmelze im Schuldenmarkt erleben«. Die Federal Reserve hat seiner Ansicht nach niemals vorgehabt, ihre $ 4,5 Billionen schwere Bilanz herunterzufahren und sie befinde sich auf unbekanntem Terrain. »Die Federal Reserve hat nicht ein einziges durchführbares Modell zur Beurteilung, wie dies alles unsere Wirtschaft und die Weltwirtschaft beeinflussen wird«, sagt er weiter und es gebe »enormes Potenzial für Fehler«, weil »die FED immer falsch liegt«.

Mannarino drückt seine Besorgnis offen aus, denn »trotz der Tatsache, dass wir einen Aktienmarkt auf Rekordhoch haben, der Immobilienmarkt fast auf Rekordhoch ist, Zinsen nahe Rekordtiefs liegen, die Steuereinkommen gefallen sind, sich die Geldumlaufgeschwindigkeit auf historischen Tiefs befindet, steckt unsere Wirtschaft fest«. Ohne die FED werde »alles in einem Augenblick dahinschmelzen«.

Folglich sei die Federal Reserve gezwungen die Märkte am Laufen halten und sollte sie die Entscheidung treffen ihre Stützung der Märkte aufzugeben, werde sich »alles auf ein gerechtes Niveau korrigieren«, sagt Mannarino. Eine Korrektur werde jedoch »so oder so geschehen«. Entweder werde die FED den Fuß vom Gas nehmen oder irgendein Ereignis werde die Menschen zum Verkaufen veranlassen. »Ich denke, es wird im Schuldenmarkt beginnen«, sagt er.

Hier das vollständige Gespräch:

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