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Ehemaliger Willkommensjubler flieht vom sinkenden Schiff Europa

 

Reiche Menschen können sich offensichtlich jederzeit leisten, vor den Zuständen zu fliehen, welche sie mit ihrer medienwirksamen Unterstützung mit verschuldet haben. Der prominenteste Auswanderer der letzten Tage dürfte dabei George Clooney sein, der laut Medienberichten England gemeinsam mit seiner Familie „wegen Sicherheitsbedenken“ den Rücken kehrt.

Von Florian Machl

Noch im Februar 2016 lobte Hollywood-Schauspieler George Clooney die deutsche Bundeskanzlerin Merkel für Ihre Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur. Bei einem gemeinsamen Termin betonte er, er wäre absolut einverstanden mit Merkels Flüchtlingspolitik. Er wollte sich in Berlin mit Flüchtlingen treffen und forderte mehr Engagement der USA.

Drei Terroranschläge in drei Monaten wären zu viel

Nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate verlassen die Clooneys nun England. Gleich drei Anschläge in drei Monaten wären den reichen Stars nicht geheuer. Dass einige dieser Anschläge von Menschen verübt wurden, die sich als Flüchtlinge ausgaben, kommentierte Clooney nicht. „George hat nicht das Gefühl, als würden Amal und die Zwillinge am Land in Großbritannien sicher sein“, zitierte Kurier.at das Life & Style Magazin. Man geht davon aus, dass die Clooneys nun in die USA zurückkehren. Im Gegensatz zu seinem Lob für Angela Merkel ist Clooney hinsichtlich der USA bislang mit harter und nicht immer sachlicher Kritik an Präsident Trump aufgefallen.

Zehntausende Millionäre verlassen Europa

Nicht nur die Clooneys verlassen Europa, sondern eine große Anzahl an finanziell gut situierten Menschen ist bereits abgewandert, wie eine Studie von New World Wealth zeigt, über die das Manger Magazin bereits im Februar dieses Jahres berichtet hat. „Tausende Millionäre verlassen Deutschland.“ So wären in den Jahren 2015-2016 bereits 22.000 Millionäre aus Frankreich abgewandert, in Deutschland waren es im selben Zeitraum 5.000 Millionäre.

Für Österreich wird ähnliche Entwicklung erwartet

Ein Auszug: „Der starke Anstieg der Auswanderung reicher Menschen aus Deutschland hängt nach Ansicht der Analysten von New World Wealth mit zunehmenden Spannungen in der Gesellschaft zusammen, wie sie auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten seien. Namentlich in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und Belgien erwarten die Fachleute daher in Zukunft eine ähnliche Entwicklung.“

Hauptgrund: religiöse Spannungen

Das Magazin schreibt weiters: „Auf die Frage nach den Gründen für die starke Abwanderung verweisen die Autoren der Studie auch im Falle Frankreichs auf „religiöse Spannungen“, die in dem Land besonders stark ausgeprägt seien.“ Oder kurz gesagt: Wer das nötige Kleingeld hat, kann es sich leisten, rechtzeitig zu gehen. Alle anderen werden so oder so die offene Zeche bezahlen.

Welche Religion von den Auswanderern für diese „religiösen Spannungen“ verantwortlich gemacht wird, verrät die Studie übrigens nicht. Das muss sich der geneigte Leser wohl dazudenken.

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