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»Insider ziehen sich Scharen zurück«

Lynette Zang ist Chef-Marktanalystin bei ITM Trading, Inc. und verfügt über langjährige Erfahrungen an und mit der Wall Street. Am 1. Juli 2017 veröffentlichte Greg Hunter von USAWatchdog.com ein hochinteressantes Gespräch mit ihr und die von Zang gemachten Aussagen sind ein deutlicher Fingerzeig, wohin die Reise in den kommenden Wochen und Monaten gehen wird.

Als wesentlicher Faktor zur Aufrechterhaltung der weltweiten Märkte macht Zang ausdrücklich den US-Dollar aus. »Bei dem langfristigeren Bild mit dem Dollar dreht es sich wirklich mehr um die weltweiten Schulden, welche in Dollar ausgeschrieben sind. Und ein starker Dollar schadet den anderen Währungen, wenn die Schulden in Dollar zurückgezahlt werden müssen«, sagt sie und deshalb müsse der Dollar auf ein niedrigeres Niveau heruntermanipuliert werden.

»Die Vorbereitungen für eine Veränderung beim Geldstandard laufen«, sagt Zang. Es werde eine neue Form der Weltleitwährung kommen, denn »im Moment ist das System auf Schulden aufgebaut und die Schulden, die Zinsen und die Bedienung der Schulden frisst den größten Teil unserer Einkommen auf«, weshalb das System nicht mehr funktioniere.

Auf Hunters Frage, was denn mit all den Schulden, Pensionen und dergleichen geschehen werde, wenn das System neu gestartet wird, antwortet Zang: »Was tun Sie, wenn Sie wissen, dass Sie den Bankrott erklären werden? Wenn jemand Ihnen eine Kreditkarte gibt, dann nutzen Sie sie, weil Sie wissen, dass Sie die Schulden niemals zurückzahlen werden.« Dies sei die Art und Weise, wie das System funktioniere. Die Pensionen werden sich, so Zang, in Luft auflösen und wenn man nichts besitzt und »der Computer “Nein“ sagt, was wollen Sie dann machen?«

Jeder Pensionsbezieher, jeder mit Rentensparplänen (wie dem 401k in den USA), jedes im System gehaltene Vermögen werde »angeschmiert«, denn das Geld »ist nicht da, es ist Luft!«, sagt die Finanzmarktanalystin. Das derzeit noch bestehende System werde keineswegs einfach abgerissen, sondern den Menschen »werden Dollars gegeben, nur dass sie für diese Dollars nichts kaufen können werden«. Deshalb müsse das System neu gestartet werden, sagt Zang.

Der Dollar sei schwach, es sei alles nur Zirkus und Marketing. »Sie sind nicht in der Lage die Wirtschaft zu stimulieren, indem noch mehr Schulden aufgenommen werden«. Das System basiere auf immer wachsenden Schulden und »folglich muss es neu gestartet werden«, so Zang. Das Spiel werde aufrechterhalten, bis das Vertrauen verloren gegangen ist. »Sobald das Vertrauen verloren ist, ist es vorbei und ich denke, wir sind kurz davor«, führt sie weiter aus und die »dicken Fische« würden bereits so viel Vermögen aus dem System saugen, wie sie können.

Zang geht davon aus, dass wir das Ende des Geldzyklus erreicht haben und nimmt dabei Bezug auf die Geschichte. »Alle Währungen haben einen Lebenszyklus und irgendwann, wenn der Mechanismus nicht mehr funktioniert, dann muss er neu gestartet werden«, sagt sie. Wie auch für viele andere Finanzexperten ist Gold für Zang die einzige “Währung“, welche im Gegensatz zu Papiergeld einen inneliegenden Wert hat. Dieser Wert werde jedoch in Papiergeld keineswegs korrekt ausgedrückt.

So hat sich Zang die weltweiten Schulden zur Hand genommen und diese durch die Menge allen existierenden Goldes geteilt. Diese Rechnung ergebe einen Dollarkurs von über $ 8.900 je Unze und über $ 590 für eine Unze Silber und je größer die Schulden werden, umso größer werde die Verrechnungszahl für Gold und Silber. Da das Ausmaß an weltweiten Schulden zum Zeitpunkt des Neustarts jedoch unbekannt ist, könne niemand sagen, welche Zahl letztlich bei der Bewertung von Gold und Silber herauskomme.

»Uns wurde beigebracht, dass der Dollar einen Wert habe«, sagt Zang. Dies sei jedoch naturgemäß nicht der Fall. Auf der anderen Seite sei die »wichtigste Funktion von Gold jedoch, das eigene Vermögen zu erhalten und genau dies hat es über 6.000 Jahre getan.« Der Dollar habe seit der Gründung der FED soviel an Kaufkraft eingebüßt, dass »kaum noch Wert vorhanden ist, welchen man weginflationieren könnte«. Auch dies sei ein klares Zeichen dafür, dass das System am Ende ist.

Zang ist besorgt, dass das Finanzsystem bis Ende des laufenden Jahres zum Zusammenbruch gebracht werden wird. »Ich glaube, man bereitet sich auf den Crash vor und wenn sie es schaffen, es noch länger zusammenzuhalten«, dann werden die großen Spieler so viel aus dem System heraussaugen, wie es bis zum Ende noch möglich ist. Allerdings stellt auch Zang unmissverständlich fest, dass ein »Schwarzer Schwan« dafür sorgen würde, dass die Kontrolle verloren geht. »Dann ist das Spiel vorbei und das kann jederzeit passieren«, sagt Zang.

Anders als noch 2008, sei die ganze Finanzwelt heute »inzestuös miteinander verbunden« und es sei vollkommen egal, wo der Zusammenbruch beginne – alle werden mitgerissen. »Wo auch immer es beginnt, ob es in den USA ist oder in Deutschland oder in China, es ist global«, betont Zang. Was den Zeitpunkt angeht, sagt sie: »Es wird davon abhängen, ob ein “Schwarzer Schwan“-Ereignis stattfindet, welches von denen nicht erwartet wird«, denn sollten die Dinge so ablaufen, wie sie in irgendeiner Form zu erwarten sind, dann werde dies einfach unter den Teppich gekehrt, wie zuletzt der Bankrott Puerto Ricos oder Griechenlands.

»Die Insider ziehen sich Scharen zurück«, warnt Zang und fügt hinzu: »Dies ist der zweitteuerste Aktienmarkt der Geschichte« und wenn viele Marktteilnehmer zur gleichen Zeit aus dem Markt wollten, dann gebe es keine Käufer auf der anderen Seite. Da die Reichen ihr Geld aus den Märkten zurückziehen und den Zentralbanken die Optionen ausgegangen sind, werde der Zusammenbruch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der Zusammenbruch des Finanzsystems werde den normalen Bürger hart und überraschend treffen, sagt Zang. »Die meisten Menschen haben Nahrungsmittel für drei Tage im Haus. Die meisten Einzelhandelsgeschäfte haben für drei Tage Nahrungsmittel in ihren Regalen. Was also passiert nach Tag sechs?« Diese Situation werde unter den Menschen Panik verursachen und »es wird für die meisten Menschen sehr herausfordernd werden«, stellt sie fest.

»Das System ist im Zusammenbruch begriffen und es hängt an der Herz-Lungen-Maschine. In Wirklichkeit ist es 2008 gestorben«, warnt Zang. Der Crash könne nicht auf ewig verzögert werden und wer nicht darauf vorbereitet ist, werde das Nachsehen haben.

Hier das vollständige Gespräch:

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