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Asylzahlen 1. Quartal gefälscht? 13.000, 50.000 oder mehr?

Nach heutigen Angaben der Bundespolizei gab es 13.184 illegal Einreisende im ersten Quartal. Peinlich nur, dass das Innenministerium Anfang April eine Meldung veröffentlichte, der zufolge über 47.000 Asylanten nach Deutschland eingereist sind.

Meldung des Bundesinnenministers vom 10.April: Allein im März 2017 sind laut BMI insgesamt 14.976 Asylsuchende nach Deutschland eingereist..

Im Februar 2017 hatte die Zahl der eingereisten Asylsuchenden demnach noch 14.289 betragen.

Allein im Januar gab es laut Innenministerium fast 15000 Asylsuchende, die in diesem Zeitraum (also Januar) nach Deutschland einreisten.

Sei Anfang des Jahres sind sind laut Innenministerium offiziell insgesamt 47.249 Asylsuchende nach Deutschland eingereist.

Meldung der Bundespolizei von heute:

13.184 illegal Einreisende im gesamten ersten Quartal

In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben Bundespolizisten insgesamt 13.184 Personen aufgegriffen, die illegal nach Deutschland einreisen wollten.

Im Januar waren es demnach 4.610 Einreisen ohne reguläre Papiere, im Februar 4.156, im März 4.418, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei.

Vor allem über die Grenze zu Österreich gelangten Flüchtlinge und Migranten auf eigene Faust oder mithilfe von Schleusern in die Bundesrepublik: Etwa ein Drittel der illegal Einreisenden nutzten nach Angaben der Bundespolizei diese Route nach Deutschland (4.557 Personen).

Andere Asylsuchende kamen vor allem über die Schweiz (1.880) und Frankreich (1.052).

Bei den Kontrollen an deutschen Flughäfen stellten Bundespolizisten von Januar bis März 2.575 irregulär Einreisende fest.

Die allermeisten waren demnach Geflüchtete aus Afghanistan (1.094) und Syrien (1.039), aber auch Nigeria, Irak, Albanien und Eritrea waren unter den zehn häufigsten Herkunftsländern.

Weitere,teils widersprüchliche Infos des Innenministeriums:

Über 60.0000 Asylentscheidungen und förmliche Asylanträge im Zeitraum Januar bis März 2017

In der Zeit von Januar bis März 2017 haben insgesamt 60.157 Personen in Deutschland Asyl beantragt.

Hauptstaatsangehörigkeiten von Januar bis Februar 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Jan-Mrz 2016 Jan-Mrz 2017
1. Syrien 89.292 12.252
2. Afghanistan 20.257 5.952
3. Irak 25.942 5.321
4. Eritrea 2.422 3.468
5. Iran 4.504 2.575
6. Somalia 614 2.048
7. Nigeria 880 1.926
8. Albanien 3.679 1.737
9. Serbien 2.650 1.687
10. Türkei 550 1.677

 

Asylanträge + 48%

In den Monaten Januar bis März 2017 hat das Bundesamt über die Anträge von 222.395 Personen entschieden, 72.162 mehr (+ 48,0 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

48.295 Personen (21,7 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 859 Personen (0,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 47.400 Personen (21,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

41.122 Personen (18,5 Prozent) erhielten nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 14.055 Personen (6,3 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 81.292 Personen (36,6 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 37.667 Personen (16,9 Prozent).

Quelle