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Die Suezkrise von 1956 als Beispiel für gängige

Verschwörungsprinzipien

Ein Dokumentarfilm* über die Suezkrise belegt neben anderen gut dokumentierten Ereignissen**, dass sogenannte „Verschwörungstheorien“ in Wirklichkeit historische Tatsachen sind. Ägypten war damals dank des Suezkanals das strategisch wichtigste Land weltweit. Doch der finanzielle Erlösdes Kanals kam hauptsächlich den ehemaligen Kolonialmächten Großbritannien und Frankreich zugute.

Die Folge: In Ägypten herrschte große Armut. Der damalige ägyptische Präsident Nasser stand mit seinem Vorhaben, den Lebensstandard seines Landes zu verbessern, den geopolitischen Interessen der Kolonialherren entgegen. Die daraufhin gegen Nasser durchgeführte „Operation Omega“ verdeutlicht die Prinzipien, wie es den Mächtigen immer wieder gelingt, über bedeutsame Länder die Kontrolle zu erlangen:

  • 1. Propaganda -Nasser wurde als „Hitler oder Mussolini vom Nil“ verteufelt.
  • 2. Sanktionen – Der Bau eines Staudamms, um Ägyptens Landwirtschaft zu fördern, wurde durch den Westen blockiert.
  • 3. Regimewechsel – Der Westen versuchte durch mehrere Anschläge auf Nassers Leben, einen Regierungsumsturz herbeizuführen.
  • 4. „Präsidentenlüge“ – Der britische Premierminister Anthony Eden behauptete: „Ich kämpfe für den Frieden“ und rechtfertigte unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Kriegseintritt Großbritanniens: Nasser sei eine Marionette der Sowjets und eine direkte Bedrohung der britischen Interessen.
  • 5. Eine hinterlistige Kriegsstrategie – Eine nachgewiesene „Verschwörung“ zwischen Großbritannien, Frankreich und Israel führte schließlich zur britischen Invasion in Ägypten.

Fazit: Vergleicht man die „Verschwörungsprinzipien“ um die Suezkrise mit aktuellen Konfliktherden (z.B. Syrien), ist unschwer zu erkennen, dass westliche Regierungen auch heute noch dieselbe Taktik anwenden.

[5] *“The other side of Suez“, 2004 **Der Sturz der iranischen Regierung **durch den Geheimdienst MI6 im Jahr **1953, der versuchte Sturz Fidel Castros **1961 in Kuba mithilfe der CIA, etc.

Quelle