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Die schwaze Sado-Null

Während der Club Med im Schuldensumpf versinkt, macht Schäuble den Sparmeister. Doch das Ersparte fließt in den Süden – während bei den deutschen Arbeitsdrohnen die Schrauben angezogen werden.

Eigentlich dürfte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) 100 Mrd. neue Schulden im Jahr machen. Das entspräche etwa 3% des BIP und ist laut Maastricht-Vertrag erlaubt – ein Vertrag, an dem sich in der Eurozone sowieso kaum noch jemand hält.

Doch Schäuble (CDU) will auch 2018 ohne Neuverschuldung auskommen.

100 Mrd.pro Jahr, das ist viel Holz. Damit kann man viel machen. Stattdessen spart sich Deutschland zu Tode, werden die Steuern weiter erhöht und die Arbeitsdrohnen weiter ausgequetscht. Derweil machen die anderen die Schulden, für die Deutschland natürlich auch haften darf.

In einem Moral-Hazard-System wie dem Euro ist der Ehrliche der Dumme. Kurz: das was wir sparen, geben die anderen aus. Der nächste 80 Mrd. Scheck nach Athen ist praktisch schon ausgestellt.

Trotzdem: Nach Informationen der WirtschaftsWoche arbeitet das Bundesfinanzministerium derzeit daran, im kommenden Monat einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf für 2018 im Kabinett einzubringen.

Steigende Ausgaben könnten dabei durch eine milliardenschwere Rücklage aufgefangen werden. Zur bestehenden Rücklage von 12,8 Milliarden Euro könnten weitere 6,2 Milliarden Euro Überschuss aus dem Jahr 2016 hinzukommen.

Ursprünglich wollte die Union den Haushaltsüberschuss aus 2016 für die Schuldentilgung verwenden, während die SPD auf zusätzliche Investitionen bestand. Bei Uneinigkeit unter den Koalitionären fließen die überschüssigen Mittel automatisch in die Rücklage.

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