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fast zum Abschuss freigegeben

Grüne: Unmut über Parteichefin Peter. Sie sei Anfang der Woche als Vorsitzende „fast zum Abschuss freigegeben“ worden.

Grünenchefin Simone Peter steht wegen ihrer Äußerungen zur Kölner Silvesternacht in den eigenen Reihen unter Druck. In einer Telefonkonferenz forderten die Partei- und Fraktionsspitzen Peter diese Woche auf, aus „ihrem Fehler zu lernen“, berichtet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe.

Man habe ihr gesagt, dass „so etwas nicht noch einmal passieren darf“, berichtet ein Teilnehmer. Peter hatte unter Bezug auf den Kölner Polizeieinsatz an Silvester die Frage gestellt, ob es verhältnis- und rechtmäßig sei, „wenn insgesamt knapp tausend Personen allein aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden“.

Zwar dürfe man immer Fragen stellen, doch der Eindruck, der durch ihre Äußerungen entstanden ist, sei „fatal“ gewesen, berichten Teilnehmer der Konferenz.

Peter habe auf die Ermahnung trotzig reagiert, heißt es. Das sorgt für Unverständnis bei Parteivorderen: Peters „vorschnelle Reaktion hat den ganzen Laden in Bedrängnis gebracht“, kritisiert einer aus der Fraktionsspitze.

Montag und Dienstag seien so viele kritische Briefe, Mails und Anrufe in der Geschäftsstelle der Grünen eingegangen wie seit drei Jahren nicht mehr.

Peter sei Anfang der Woche als Vorsitzende „fast zum Abschuss freigegeben“ worden, heißt es. Sie habe „Glück“ gehabt, dass die „Bild“-Zeitung nun eine Kampagne gegen sie fahre, das sorge für Solidarität und geschlossene Reihen bei den Grünen.

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