Terra - Germania

Kann künftig nicht mehr auf Unterstützung aus Washington hoffen: Bundeskanzlerin Angela Merkel.War die Außenpolitik der deutschen Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel noch nie von übertriebenem Realitätssinn geprägt, wird es um Berlin nun zunehmend auch noch einsam. Für Merkel ist das dennoch kein Grund, ihre außenpolitische Amokfahrt zu beenden.

von Gert Ewen-Ungar

Für die Bundesregierung kommt es in diesen Tagen knüppeldick. Zunächst drängt der IWF auf Schuldenerleichterungen für Griechenland. Die Austeritätspolitik, die Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble den Krisenländern trotz augenscheinlicher Wirkungslosigkeit als Allheilmittel aufzwingt, findet inzwischen selbst bei den hartgesottenen Neoliberalen aus dem IWF kaum noch Rückhalt.

Zu deutlich ist deren faktisches Scheitern, denn die Krise wütet nicht trotz, sondern gerade wegen der verschärften Sparanstrengungen in der Eurozone ungebrochen weiter. Doch Deutschland hält weiter Kurs und zwingt zum Sparen, wo Investitionen heilsam wären.

Der designierte US-Präsident Donald Trump nominiert mit Rex Tillerson einen Mann zum Außenminister, der über ausgezeichnete Kontakte nach Russland verfügt. Es zeichnet sich ab, dass die harte Linie der Merkel-Regierung…

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