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 „Teile und Herrsche“ im Nahen Osten

Noch vor dem Ende des 1. Weltkriegs beschlossen die damaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich die Aufteilung der Nahost-Region in sogenannte Interessenssphären. Dies diente den Großmächten einzig zur Absicherung ihrer geostrategischen und wirtschaftlichen Interessen, wie z.B. dem freien und billigen Zugriff auf in dieser Region reichlich vorhandene Erdölressourcen.

Im geheimen Sykes-Picot Abkommen* wurde am 16.5.1916 die Teilung des durch Kriege und Unruhen geschwächten Osmanischen Reiches in die heutigen Nahost Länder beschlossen. Nach dem Teile-und-Herrsche-Prinzip erfolgte die Aufspaltung der gesamten Nahost-Region durch völlig willkürliche Grenzziehungen ohne Rücksicht auf geschichtlich, kulturell, ethnisch oder religiös gewachsene Gegebenheiten. Diese Entwicklung hat bis heute die gesamte Region nicht zur Ruhe kommen lassen.
Durch die von der US-Administration veranlassten Interventionen (z.B. im Irak und Libyen)wurde noch erhebliches zusätzliches Chaos und Leid im Nahen Osten und in Nordafrika angerichtet. Es ist an der Zeit, dass den Völkern dieser umkämpften Region das Recht auf freie Bestimmung ihres Lebens und ein gerechter Anteil an den Reichtümern ihrer Länder wieder zurückgegeben wird, ehe sie durch Kriege und Vertreibung infolge Fremdeinwirkung noch gänzlich aufgerieben werden.

[2] *geheime Aufteilung der gesamten Nahost-Region durch GB und Frankreich

Quelle

S & G Handexpress