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lebt gefährlich

Die Absicht einer radikalen politischen Wende zum Besseren war für einige frühere US-Präsidenten auch ihr Todesurteil, wobei die prominentesten Beispiele Abraham Lincoln und John F. Kennedy sind.

Von Axel Retz

Offenkundig ins Grübeln kommen müssen nun all jene, die ohne Unterlass alle politischen Strömungen, die nicht völlig deckungsgleich mit der Regierungslinie sind, als „populistisch“, „rechts“ oder „links“ brandmarken. Wenn die Amerikaner in einer freien und demokratischen Wahl mit einer dermaßen überzeugenden Mehrheit für Donald Trump stimmen und ihm im gleichen Atemzug auf die Lufthoheit im Repräsentantenhaus und im Senat sichern – ist dann die Mehrheit der US-Bürger „populistisch“?

Die zuletzt immer hoffähiger gewordene und von den Medien mit aller Kraft gepushte Idee, Wahlergebnisse zur dann „gut“ zu finden, wenn sie die bestehende Regierung bestätigen, ist ein gefährlicher und vor allem zutiefst demokratiefeindlicher Gedanke, egal ob er eine linke, eine rechte oder eine in der politischen Mitte beheimatete Regierung betrifft.

Die klare Mehrheit der amerikanischen Wähler hat sich vielmehr an einer politischen Kampfansage Donald Trumps orientiert, die Sie (mit deutscher Übersetzung) in einem kurzen Video unten sehen können, von dem unsere Medien – natürlich – nicht berichten. Und offen gestanden: Das Meiste von dem, was der künftige Präsident hier vorträgt, hätte man bis vor wenigen Jahren noch eindeutig dem politisch linken Lager zugeschrieben.

Kontinuität, das ist wohl wahr, ist von Donald Trump nicht zu erwarten. Aber eine Kontinuität der US-Politik der vergangenen Jahrzehnte wäre m. E. auch nicht das, was sich mitdenkende Zeitgenossen wünschen sollten. Donald Trump ist ein politisch unbeschriebenes Blatt. Ein Umdenken der US-Politik, ein Neuanfang und eine Ausrichtung auf Kooperation statt Konfrontation sind noble Ziele, keine Frage.

Was davon übrig bleibt und inwieweit die Strippenzieher der NWO und des militärisch-industriellen Komplexes den designierten Präsidenten gewähren lassen werden, bleibt abzuwarten. Die Absicht einer radikalen politischen Wende zum Besseren war für einige frühere US-Präsidenten auch ihr Todesurteil, wobei die prominentesten Beispiele gewiss Abraham Lincoln und John F. Kennedy sind.

Ich selbst hätte mir andere Kandidaten in dieser Wahl gewünscht. Froh bin ich, dass Hillary Clinton die Wahl verloren hat. Dass zahlreiche namhafte Politologen meiner Ansicht sind, dass diese Dame für Krieg, Destabilisierung missliebiger Regierungen etc. steht, das habe ich mit einer Mischung aus Bestätigung und Bedauern erst in den vergangenen drei Tagen gehört: Es hätte früher kommen müssen!

Was Donald Trump betrifft, verdient eine Chance. Sein erster Redeauftritt nach seinem Wahlsieg lässt hoffen, dass seine Aussage „Ich kann auch Präsident“ nicht falsch war.

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