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Seymour Hersh deckt Verbrechen der US-Regierung auf

 

 

Der US-Amerikaner Seymour Hersh gilt als einer der Väter des investigativen Journalismus. Investigativer Journalismus setzt eine langwierige, genaue und umfassende Recherche vor der Veröffentlichung voraus. Zeugen zu befragen, Fakten zu gewinnen, zu überprüfen und „richtig“ wiederzugeben sowie ein großes Netzwerk an Informanten aufzubauen, gehören dazu. 1969 wurde er weltbekannt, als er während des Vietnamkriegs die Kriegsverbrechen der US-Armee im Massaker von My Lai aufdeckte.

In dem Buch „The Samson Option“, das 1991 erschien, zeigte Hersh das unvermutet große Atomwaffenpotenzial Israels sowie die Duldung durch die Vereinigten Staaten auf. 2004 machte er maßgeblich den Folterskandal der US-Armee während des Dritten Golfkrieges im irakischen Abu-Ghraib-Gefängnis bekannt. 2006 widersprach Hersh der offiziellen Darstellung des israelischen Angriffs auf den Libanon im Juli 2006. Israel soll den Krieg bereits Monate vorher geplant haben, und der Angriff soll nicht als spontane Reaktion auf die Entführung zweier israelischer Soldaten erfolgt sein. 2009 gab Hersh bekannt, dass er Erkenntnisse über eine geheime Exekutionseinheit besitze. Diese verübe im Ausland Morde im Auftrag der US-Regierung und sei direkt Vizepräsident Dick Cheney unterstellt.

In einem Interview vom 20. April 2016 machte Seymour Hersh die US-Präsidentschafts-kandidatin Hillary Clinton für eine Geheimdienstoperation im Jahr 2012 verantwortlich: Das tödliche Giftgas Sarin sei aus den Beständen der geschlagenen libyschen Armee mit aktiver Hilfe der CIA nach Syrien geschmuggelt worden. Dort sei das Giftgas von – aus Washington offiziell unterstützten – sogenannt „gemäßigten Rebellen“ am 21. August 2013 in der syrischen Stadt Ghuta eingesetzt worden. Der Giftgasanschlag, bei dem ca. 1.200 Männer, Frauen und viele Kinder qualvoll starben, wurde danach der Assad-Regierung in die Schuhe geschoben und sollte als Vorwand für eine Militärintervention der USA gegen Assad dienen.

Hersh wies nach, dass der damalige US-Botschafter im libyschen Bengasi in die Geheimdienstoperation involviert war. Seymour Hersh sagte wörtlich: „Und da gibt es einfach keine Möglichkeit, dass die damalige Außenministerin und Chefin aller US-Botschafter, Hillary Clinton, nichts gewusst haben soll.“

Bereits in zwei früheren Untersuchungen, vom Dezember 2013 und April 2014, hatte Seymour Hersh nachgewiesen, dass die Obama-Regierung fälschlicherweise der Assad-Regierung die Schuld für den Sarin-Anschlag gab.
Hersh enthüllte auch, dass es eine im Jahr 2012 geschlossene Geheimvereinbarung zwischen dem US-Außenministerium, den Regierungen der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars gab, wonach ein unter falscher Flagge geführter Sarin-Angriff Assad angelastet und den Vorwand für ein direktes militärisches Eingreifen der USA und ihrer Verbündeten liefern sollte.

Der deutsche politische Berater, Christof Lehmann, kam nach der Auswertung anderer Quellen zum selben Schluss wie Hersh: „Topregierungsbeamte der USA und Saudi-Arabiens sind für den Chemiewaffeneinsatz in Syrien verantwortlich“.
Vor diesem Hintergrund, verehrte Zuschauer, müssen alle Anschuldigungen gegen Präsident Assad betrachtet und auf einer möglichen Aktion unter falscher Flagge, d.h., dass Assad Kriegsverbrechen angelastet werden, die er nicht begangen hat, untersucht werden.

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