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Der Crash kommt noch vor den US-Wahlen

Am 23. April veröffentlichte Greg Hunter von USAWatchdog.com ein hochbrisantes Interview mit Bill Holter von JS Mineset. Im Kern dreht sich das Gespräch um die Manipulation der Edelmetallmärkte und die Hintergründe für das zwischenzeitlich offiziell zugegebene Eingreifen diverser Banken, darunter auch die Deutsche Bank.

Bill Holter beobachtet die Edelmetallmärkte seit vielen Jahren und stellt in Zusammenhang mit dem kürzlichen Start des Gold-Fix in Shanghai fest:

»Sie legen ihren Preis fest, ihren eigenen Gold- und Silberfix, gegen den Gold- und Silberfix in London. Und wenn diese Preise höher sind, dann gibt es einen Anreiz in Asien zu verkaufen und im Westen zu kaufen und die Auslieferung zu fordern. Genau das geschieht.«

»Das Ganze wird so lange funktionieren, bis sie nicht mehr liefern können. Aktuell sind bei der COMEX 32 Millionen Unzen registriert. Das ist nicht einmal ein Gegenwert von einer halben Milliarde Dollar, 500 Millionen Dollar. Dies kann von einer einzigen Instanz abgeräumt werden.«

»Wenn man diese 32 Millionen Silberunzen mit den Kontrakten für Mai vergleicht – die Optionen laufen am Dienstag [26.04.2016] aus -, dann gibt es 280 Millionen Unzen Silber, die für Mai kontraktiert sind. Dagegen stehen 32 Millionen Unzen bei der COMEX. Es steht also 1 echte Unze 9 Unzen aus offenen Kontrakten gegenüber. … Die spielen mit dem Feuer.

Und wenn man sich den gesamten Open Interest für Silber bei der COMEX ansieht, dann liegt der sehr nah an einer Milliarde Unzen. Die Welt produziert nur 700 Millionen Unzen, wenn man die Produktion in China und Russland herausnimmt. Wir reden also über 142 % der Weltproduktion.«

Holter sagt, dass am Donnerstag und Freitag vor dem aufgezeichneten Gespräch 37 Millionen Unzen Silber in weniger als 10 Minuten verkauft worden sind, um den Preis zu halten. Am Freitag wurden zusätzliche 100 Millionen Silberunzen verkauft. Die COMEX könne folglich bereits aufgrund eines einzigen Handelsverkaufs pleite gehen, wenn 32 Millionen Unzen Silber gekauft werden und deren Auslieferung gefordert wird.

Man müsse sich die Frage stellen, was etwas Wert sei, wenn es nicht verfügbar ist. In einem Markt von Angebot und Nachfrage werden sich zwei Seiten einigen müssen. Wenn Gold und Silber nicht mehr verfügbar seien, dann müsse der Preis immer weiter steigen, bis sich irgendjemand bereit erklärt, sein Edelmetall zu verkaufen, sagt Holter.

»Die Bestände der registrierten Kategorien an der COMEX sind derart gering, es sind insgesamt etwa $ 1,2 Milliarden. Das ist in der heutigen Zeit gar nichts. Das ist weniger, als die USA an einem einzigen Tag an Zinsen für ihre Schulden zahlen. Ich glaube nicht, dass das lange Zeit so weitergehen kann, ganz einfach weil die Bestände so niedrig sind.«

Die Besonderheit der Edelmetall-Börse in Shanghai sei, dass dort ausschließlich physisch vorhandene Metalle gehandelt werden. Wenn also jemand 37 Millionen Unzen Silber kauft, dann müssen diese physisch vorhanden sein und können nicht mit einem ETF bedient werden, stellt Holter fest. Die COMEX dagegen sei reiner Betrug, denn dort werde nur Papier gehandelt, kein physisches Metall.

»Dieses ganze Drückungsschema bei Gold und Silber wurde gestartet, um die Reservewährung – den US-Dollar – zu schützen, denn Gold ist ein direkter Wettbewerber für den Dollar. Falls der Silbermarkt hochgeht… ich sollte nicht “falls“ sagen… wenn der Silbermarkt hochgeht, dann wird es auch den Goldmarkt hochjagen und das wird die grundsätzliche Tatsache offenbaren, dass der Westen ein Betrug ist und dass die Gold- und Silbermärkte ein fraktionelles Reserve-Ponzischema waren. Das wird das Vertrauen wegblasen und wir werden dabei zusehen können, wie die Derivate auf der ganzen Welt hochgehen und dann werden die Märkte innerhalb von wenigen Tagen geschlossen.«

»Silber ist ein klitzekleiner Domino verglichen mit dem ganzen System, aber es wird dazu führen, dass alle Dominos fallen. China und Russland wissen dies.«

Holter ist davon überzeugt, dass der Silbermarkt jederzeit explodieren kann. »Es kann in zwei Tagen, zwei Wochen oder zwei Monaten passieren.«, sagt er. Sobald jemand mit einer Milliarde Dollar daher käme und vielleicht doppelt so viel Silber kaufe, wie die COMEX liefern kann, dann sei es vorbei. Wenn dieser Moment kommt, dann sei das für das gesamte westliche Finanzsystem furchtbar. »Es kann jederzeit passieren. Die Pleite kommt.«, sagt Holter und stellt fest: »Dies ist ein Ponzischema, eingepackt in einem Ponzischema, eingepackt in einem Ponzischema. Alles ist fraktionelle Reserve.«

Holter geht davon aus, dass das ganze System noch vor den US-Präsidentschaftswahlen crasht und geht sogar so weit zu sagen:

»Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit unter 50 % liegt, dass es überhaupt noch zu einer Wahl kommt. … Wenn das Finanzsystem zerbricht, dann wird es zu einem Zusammenbruch der Versorgung kommen. Dann reden wir über Menschen, die Hunger bekommen. Es heißt, wir sind nur 9 Mahlzeiten vom Ausbruch der Anarchie entfernt. Mit anderen Worten, 3 Tage ohne Essen und die Menschen gehen auf die Straße. In dem Fall wird der Ausnahmezustand ausgerufen. Wird es im Ausnahmezustand eine Wahl geben? Vermutlich nicht.«

Sobald es losgehe, werde sich alles innerhalb von 48 Stunden abspielen und dann seien alle Geschäfte geschlossen, sagt Holter. Es werde einfach das Licht ausgehen und das System sei am Ende. Es werde für die Spieler am Markt immer schwerer, weil das physische Gold und Silber für die Auslieferung nicht existiere.

»Schauen Sie sich nur an, wie viel Gold jede Woche nach Shanghai geht. Wir reden hier über 30 oder 40 Tonnen Gold pro Woche! Das fließt alles nach Shanghai, das sind 2.000 Tonnen im Jahr. Die COMEX hat nur 17 Tonnen Gold – oder zumindest behaupten sie das – für die Auslieferung zur Verfügung.«

»Man kann keinen Goldpreis von $ 5.000 oder $ 10.000 und gleichzeitig Nullzinsen haben. … In dem Fall wäre es bereits zu einer Panik in Richtung Edelmetalle gekommen. Die Preisdrückung wurde dafür benutzt, die Gefühle der Menschen zu treffen, sie wurde benutzt, um ihre Psyche zu verletzen. Ich denke, wenn die nicht das viele Papier für die Preisdrückung auf den Markt geworfen hätten, dann wäre der Topf bereits am kochen und es wäre zu einem Run auf die Banken und Edelmetalle gekommen.«

»Gold ist echtes Geld und es kann nicht zahlungsunfähig werden. Darum geht es. Wenn das ganze System pleite geht, dann wird nur noch Gold und Silber – echtes Geld – übrig bleiben.«

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